Das Paradies der Werwölfe

Bella heulte auf. Neben ihr stand Ben, der sie etwas besorgt anguckte: „Was ist?", fragte Bella, natürlich auf wölfisch. "Dein Ruf klingt besorgt und bedrückt." "Ach, so klingt er doch immer. Mach Dir keine Sorgen." "Nein, sonst klingt er zwar besorgt, aber jetzt ist es 100-prozentig anders." "Es ist wirklich nichts, und wenn dann sag ich dir Bescheid." "Na schön." "Achtung! Da kommt jemand." Eine schwarze Gestalt kam auf sie zu. Bella und Ben versteckten sich in einer Höhle. Ben fragte im Flüsterton:"War es das, was dich besorgt hat?" "Ich wusste nicht, das es hier einen Fänger gibt, aber wahrscheinlich hat es mein 6. Sinn gewusst." "Ja wahrscheinlich."
Ein Wassertropfen fiel von der Decke auf den Boden und innerhalb weniger Minuten war eine Pfütze entstanden. "Ich hab euch gleich, ihr könnt euch nicht ewig verstecken." Der Werwolffänger drehte sich immer im Kreis, so dass ihm "leicht" schwindelig wurde. "Was machen wir jetzt?" Bella guckte Ben fragend an. Zum erstenmal hatte sie nicht gleich die perfekte Idee. Ihr Kopf war hohl, kein Gedanke.
Ach, das kommt schon noch, dachte Bella, bis der Fänger in ihre Richtung kam. Und da sah Bella erst den hinteren Gang der Höhle. "Komm mit, aber sei leise!" Sie schleifte Ben wie einen vollen Müllsack, der es dringend nötig hatte, ausgeleert zu werden, hinter sich her. "Ich kann nicht mehr." sagte Ben nach 5 Kilometern völlig außer Atem. "Jetzt hechel nicht so wie ein Hund! Wir haben es bestimmt bald geschafft." "B-A-L-D?!" Ben guckte sie mit großen Augen an, so als würde er sie anbetteln. " Hör bitte auf mich so anzustarren, als wär ich das 7. Weltwunder, und ja bald." " Okay, aber reg dich ab." "Ja,ja mach ich." Bella war grade tierisch genervt von Ben. Sie gingen den Weg immer weiter und er wurde immer schmaler und schmaler. Bis sie an einer Kreuzung nicht weiter wussten. "Und jetzt?" fragte Bella etwas außer Atem. "Du darfst aussuchen." sagte Ben schon etwas müde. "Aussuchen?! Du lässt mich ganz alleine aussuchen." fragte Bella total verwirrt. "Ja"
"Du bist vielleicht kaputt, aber du kannst mich nicht einfach so allein aussuchen lassen." "Na gut." Bella wollte oft nichts alleine entscheiden, weil sie Angst hatte, eine falsche Entscheidung zu treffen. " Dann gehen wir nach rechts.Okay?" "Okay."
Nach 2 weiteren Kilometern fiel Ben in sich zusammen. " Ben alles okay? Hast du dich verletzt?" Auch wenn Ben Bella oft nervte, machte sie sich große Sorgen.
Ben war - um genau zu sein - Bellas einziger bester Freund. "Ja, alles okay, ich habe mich nicht verletzt, und danke das du dich so um mich gesorgt hast." Bella war geschmeichelt.
Sie gingen noch 1 Kilometer und dann waren sie bei einer Oase-nein, in einem richtigen Paradies angekommen. Es waren zahlreiche Rudel von Werwölfen hier eingetroffen. Bella und Ben sahen ihre Eltern, und fragten sie erstaunt:"Warum sind so viele Werwölfe hier?" "Wegen dem Fänger." sagten jeweils ihre Eltern. Am Abend gab es leckeres Fleisch und danach schliefen alle ein. Als 2 Monate vergangen waren, hat der Werwolffänger endlich aufgegeben und ist in den Ruhestand gegangen. Alle konnten wieder nach Hause, aber Bellas und Bens Eltern beschlossen, hier zu wohnen.