Der neue König

Es war einmal ein reicher König, der hatte zwei Söhne. der eine war schlau, aber der andere war so dumm, dass ihn keiner mochte.
Eines Tages sagte der König zu seinen Söhnen: „Ich werde alt und brauche einen guten Nachfolger. Also werde ich einen Wettbewerb veranstalten!“ Als die Söhne begriffen hatten fragte der schlaue Sohn: „Was sollen wir machen, um König zu werden?“ Der König antwortete: „Ihr sollt mir die schönste Prinzessin der Welt bringen!“
Die beiden Söhne machten sich sofort auf den Weg. Als beide so gingen kamen sie auf einmal an eine Kreuzung. Sie losten und das Glück entschied, dass der Schlaue rechts und der Dumme links gehen sollte. Beide wünschten sich viel Glück und zogen in ihre Richtung.
Nach drei Tagen kam der schlaue Königssohn an sieben Berge. Der erste Berg war aus purem Gold, der Zweite aus Silber, der Dritte aus Bronze, der Fünfte aus Glas, der Sechste aus Eisen und der Siebte war aus Elfenbein geschnitzt.
Der Königssohn entschied sich für den Berg aus Elfenbein und suchte die Tür. Aber er fand keine, sosehr er auch danach suchte. Als er aber eine Weile gesucht hatte, fand er plötzlich einen Adler aus purem Gold. Er guckte sich den Adler genau an und überlegte. Während er überlegte hörte er plötzlich Schritte. Er schaute in dir Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Nun sah er einen kleinen Zwerg mit roter Mütze. Er fragte den kleinen Zwerg: „Kleiner Zwerg, kannst du mir bitte helfen, denn ich weiß nicht, wie man in den berg hinein kommt?“ Der Zwerg gab ihm einen Zauberstab und sprach: „Du musst dreimal auf den goldenen Adler tippen, dann öffnet sich die Tür!“ Der Prinz machte, was ihm befohlen wurde und plötzlich öffnete sich eine Tür in der Rückwand. Im Berg war ein langer, schmaler Gang, der nach unten führte. Als er sieben Stunden gegangen war sah er einen Ausgang. Er ging hindurch und kam auf eine Wiese mit vielen Blumen. Nach der Wiese gelangte er zu einem See. Am Ufer des Sees war ein Boot festgebunden. Der Prinz setzte sich in das Boot und ruderte auf das andre Ufer zu. Dort angekommen sah er ein Schloss mit vielen Zinnen und Türmen. Er ging darauf zu und entdeckte, dass das Schloss von einem großen Burggraben umgeben war. Der Königssohn überlegte, wie er über den Burggraben kommen sollte, denn es gab weit und breit keine Brücke, und der Prinz konnte nicht schwimmen. Aber er gab nicht auf und versuchte das Boot zu tragen, doch es war zu schwer. Plötzlich fiel ihm wieder ein, dass er ja den Zauberstab bekommen hatte. Er tippte dreimal gegen das Boot und schon konnte das Boot auch auf dem Land fahren und schließlich überquerte er auch den Burggraben. Als der Königssohn im Schloss war, suchte er alle Räume ab. Nach drei Stunden war er im dritten Turm angekommen und fand dort eine Prinzessin, die schöner als Elfenbein war.
Die Prinzessin freute sich, dass sie nicht mehr allein sein musste, und sie flogen mit dem treuen Drachen der Prinzessin nach Hause in das Reich des Prinzen.
Als die beiden endlich beim König ankamen, war der dumme Prinz schon da. Der Dumme erzählte ihnen, dass ihm schon nach drei Tagen die Füße wehtaten und so kehrte er in den nächstbesten Gasthof ein. Dort traf er eine Wirtin, die eigentlich auch ganz schön aussah. Und weil sie so gute Knödel zubereiten konnte, nahm er sie mit nach Hause.
Der König mochte Knödel so gern, dass er den dummen Prinzen zum König wählte. Aber der Schlaue war nicht böse, weil er eine so schöne und kluge Frau gefunden hatte.
Und so lebten sie noch lange friedlich zusammen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.


In der Kürze liegt die Würze –
Literaturwettbewerb für Kinder 

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