Der Morgen

Ich sah schwarz, spührte den harten Boden meines Klassenzimmers unter meinem Kopf und fühlte eine warme Hand auf meiner Stirn. Ich sah in den hellen Schein der Taschenlampe die der Arzt vor meinem Auge hielt.
Ich hörte ihn mit meiner Lehrerin diskutieren.
Jetzt spürte ich erst, dass mein Kopf höllisch weh tat.
Ich hatte Angst. „Was ist wenn alles vorbei ist? Wenn ich schlimme Schäden habe und meine Familie und meine Freunde nicht zu mir halten und ich alleine bin", schoss es mir durch den Kopf. Ich wollte gerade anfangen zu weinen, da hörte ich ein Piepsen. Erst leise, dann immer lauter. Mein Kopf spürte nicht mehr harten Boden, sondern meine weiches Kissen unter sich. Ich hatte nur geträumt: Was für eine Erleichterung. Plötzlich ereilte sich Glück in mir. Es war der 19. November, mein Geburtstag. Da kamen plötzlich alle meine Freunde und alle Familienmitglieder zu Tür rein und sangen für mich.
Ich würde nie alleine sein.
Da war ich mir sicher.
Oder? 


In der Kürze liegt die Würze –
Literaturwettbewerb für Kinder 

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