Ein Piratenschatz

Es war einmal ein Piratenkapitän namens Kapitän Malte. Er war Kapitän der schlimmsten Piratencrew auf den 7 Weltmeeren. Und Kapitän Malte hatte eine Tochter. Sie hieß Svenja. Zusammen mit seiner Tochter und seiner Frau lebte er auf einer kleinen Insel, um sich von seinen Seefahrten zu erholen. Svenja wollte auch ein Pirat sein. Aber ihr Vater sagte: „Du bist noch zu jung um ein Pirat zu sein. Und außerdem bist du ein Mädchen. Mädchen können keine Piraten werden.“ Genau das Selbe dachte Svenjas Mutter auch. Das ärgerte sie so sehr, dass Svenja nach jedem Gespräch traurig und wütend in ihr Zimmer ging. Sie wollte doch so gerne ein Pirat sein. Sie musste unbedingt etwas unternehmen.

Nach ein paar Wochen hatte Svenja alles Mögliche ausprobiert. Sie hatte sich bei ihren Eltern eingeschleimt, sie hatte sich heimlich in die Besprechungen der Piraten eingeschlichen und sogar das Abendessen verweigert. Sie hatte gesagt, sie käme erst herunter, wenn sie auf eine Schatzsuche oder einen Raubzug mit darf. Doch nach einiger Zeit bekam sie Hunger und auch dieses mal klappte es nicht. Alle ihre Pläne scheiterten. Eines schönen Tages fiel ihr jedoch die rettende Idee ein. Die nächste Schatzsuche stand bevor und die Piraten würden für etwa 2 Wochen in See stechen. Also schleppten die Männer schwere Fässer voller Proviant an Bord. Svenja schlich sich heimlich zu einem dieser Proviantfässer und versteckte sich darin. Es ging sehr holprig zu, als einer der Männer das Fass mit Svenja an Bord rollte. Der Pirat wunderte sich schon, dass das Fass so schwer war. Endlich hatte er den scheinbaren Proviant an Bord gebracht. Svenja wurde bei dieser fahrt als blinder Passagier im Fass ganz schlecht. Die Frauen winkten zum Abschied und das Schiff stach in See. Später am Abend wurde Svenja im Fass ganz hungrig und krabbelte aus ihrem Versteck. Leise schlich sie in die Kombüse und aß dort genüsslich einen Apfel. Leider dachte die Neupiratin gar nicht daran, dass jemand sie erwischen würde, und so kam es, dass Svenja nicht die Einzige war, die Hunger hatte. Die Männer und Kapitän Malte bekamen von der steifen Briese auf dem Schiff einen ordentlichen Appetit. Gerade als Svenja mit ihrem Apfel fertig war, öffnete einer der Männer die Kombüsentür und die komplette Mannschaft samt Kapitän Malte standen vor ihr. Erschrocken lies sie ihren Apfelrest fallen und ihr Vater rief zornig: „Was ist denn hier los?“. Seiner armen Tochter verschlug es für einen Moment die Sprache und ein großer Kloß steckte ihr im Hals. „Was hast du hier verloren?", fragte Kapitän Malte und schaute sie weiter böse an. Und obwohl dicke tränen über Svenjas Wangen liefen, nahm sie all ihren Mut zusammen und sagte, so laut sie konnte: „Ich will ein Pirat sein!" da lachten alle Männer, aber ihr Vater rief: „Seid ruhig!“ Augenblicklich wurde es still. „Wenn du schon mal hier bist, dann können wir dich ja nicht einfach über Bord werfen.“ Da sagten die Männer: „Ohhh wie schade!“ „Wohl oder Übel wirst du uns bei der Schatzsuche helfen müssen.", fuhr er fort und nahm Svenja auf den Arm. Sie freute sich riesig und gab ihm einen dicken Kuss. Svenja sagte sie habe ihrer Mutter einen Brief geschrieben wo drauf steht:

Hallo Mama ich habe mich an Bord der Odin geschlichen sei nicht böse deine Svenja.

Einige Tage später: Land in Sicht! Rief einer der Männer im Ausguck. Endlich hatten die Piraten die Schatzinsel gefunden.

Die ganze Mannschaft ging an Land, um nach dem Schatz zu suchen. Kapitän Malte führte seine Männer an. Außer Svenja. Sie dachte daran, dass ihr Vater gesagt hatte, dass Mädchen kein Pirat sein können. Also setzte sie sich in den Sand und wartete, bis die Crew und ihr Vater zurück kamen. Doch beim sitzen wurde ihr bloß langweilig. So beschloss sie der Mannschaft hinterher zu gehen. So schlenderte sie durch den Dschungel. Da stieß Svenja auf die Crew. Sie standen vor einem großen Felsblock. Dahinter war der Schatz. Kein Schieben und kein Drücken half, den großen Brocken zu bewegen. Es war nur ein ganz kleiner Spalt offen. Da kam Svenja eine Idee und rief: „ich werde in die Höhle gehen!“ Die Wut auf ihren Vater war längst vergessen. Da band ihr Vater ihr ein Seil um den bauch  und Svenja ging in die Höhle. Es war alles so dunkel, aber Svenja ging tapfer weiter. Da plötzlich, es sah aus wie ein riesiges Ungeheuer! Zum Glück, es war nur ein Stein in Form eines Ungeheuers. Svenja ließ sich nicht abbringen und ging weiter. Da war der Schatz. Sie schrei aus der Höhle: „ich habe den Schatz!!“ Sie band das Seil um die Kiste. In der Zwischenzeit haben die Männer und Kapitän Malte noch mal alle Kraft angewannd und haben den Felsbrocken halbwegs zur Seite geschoben. Svenja band das Seil um die Kiste und die Männer zogen sie heraus. Dann endlich öffnete Svenja die Kiste und: Berge voller Gold! Svenja nahm das Gold haufenweise aus der Schatzkiste heraus. Kapitän Malte nahm seine Tochter auf den Arm und sagte: „Ich bin stolz auf dich!“ Spät am Abend sagte der Kapitän: „Meine Tochter  ist das erste Piratenmädchen der Welt!“ Er hielt seinen Bierkrug in die Höhe und sagte: „Auf Svenja“ da stießen sie an und feierten Svenja noch den ganzen Abend. Svenja durfte sogar etwas von dem Bier probieren, aber es schmeckte zu bitter.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch heute.


In der Kürze liegt die Würze –
Literaturwettbewerb für Kinder 

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