Ein Albtraum

Es war ein schöner Sommermorgen. Die Vögel zwitscherten, als Anja die Augen aufschlug. Sie lag in einem fremden Bett. Da fiel ihr wieder ein, daß sie Sommerferien hatte, und in England mit ihrer Familie Urlaub machte. Am Frühstückstisch war Anjas Mutter ganz aufgeregt. Anja und ihr Bruder Hannes wollten endlich wissen, was los war. Noch bevor sie zu Ende denken konnten, sprudelte es aus ihrer Mutter heraus: „Ich habe ein Stellenangebot hier in London bekommen und dachte mir, daß einer von euch beiden vielleicht für ein Jahr hier, bei mir bleiben möchte."
Am Tisch wurde es mucksmäuschenstill.
In die Stille hinein sagte die Mutter: „Ihr könnt es euch ja noch mal überlegen."
Am Abend schlich sich Anja in die Küche, wo die Mutter saß. Sie sprach ganz leise.
„Ich könnte mir vorstellen, bei dir zu bleiben." Daraufhin antwortete die Mutter: „Okay, ich werde das mit deinem Vater besprechen."
So blieb Anja nach den Sommerferien bei ihrer Mutter in London.
Auf dem Nachhauseweg des ersten Schultages mußte Anja einen dunklen Weg an der Themse entlang laufen. Vom Fluß her zog dichter Nebel auf. Die Sicht wurde immer schlechter.
Was war das für ein Geräusch?
Anja drehte sich blitzschnell um und blickte in die Lichter eines Fahrrades. Sie rannte, doch die Lichter kamen immer näher und näher. Anja schnappte nach Luft. Sie stolperte und plötzlich waren die Lichter über ihr.
Mit einem Mal war Anja hellwach. Was war passiert?
Anja lag in ihrem Bett in Deutschland. Alles war also nur ein böser Albtraum.   


In der Kürze liegt die Würze –
Literaturwettbewerb für Kinder 

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