An alle, die den Frühling lieben

Leichter Schnee fällt auf den Boden und bedeckt ihn mit einem weißen Tuch, das alles unter sich begräbt. Es herrscht kühles Klima, welches die Tiere in ihre Unterschlüpfe drängt, um dort auf den langersehnten Frühling zu warten. Die Vögel picken das letzte Korn aus dem Schnee, das die Menschen ihnen gaben.

Eisblumen ranken sich auf den Fenstern. Ein Windstoß bläst den feinen Schnee von den Baumwipfeln. Wie feiner Diamantstaub funkelt der Schnee, als die Sonnenstrahlen ihn berühren. Schneewolken bedecken den Morgenhimmel, docjh auch das Sonnenlicht gelangt hindurch. Der Tau glitzert, als bestehe er aus Tausenden von Juwelen. Der Weg ist verschneit, der Winter will keinen durchlassen. Vor nichts macht er halt. Gefriert, zerstört und nimmt das Leben der Pflanzen. Der Winter hat die Macht ergriffen.

Doch es gibt noch Hoffnung. Überall regt sich der Widerstand gegen den Winter. Der Frühling greift ein und läßt Leben sprießen. Neugierig drängen sich Krokusse dem Licht entgegen. Manch gelbes Blatt hängt noch wartend am Baum. In kurzer Zeit keimen die ersten Samen. Bald blühen schon die Schneeglöckchen. Die Vögel stimmen eine glockenhelle Melodie an, und die Pflanzen und Tiere erwachen aus dem Winterschlaf. Der Frühling hat begonnen. Die Wiesen ergrünen wieder in saftigem Grün, Knospen bilden sich an den Ästen. Die Tiere trauen sich heraus, schauen sich nach etwas Essbarem um und hüpfen vor Freude umher. Ein süßer Duft hängt in der Luft. Überall summen Bienen und Hummeln, die die Blüten bestäuben.

Alles ist vergänglich, nur nicht die Jahreszeiten.