Das kann doch nicht sein

Die Geschichte beginnt an einem stürmischen Tag. Bulle lag auf seinem Bett und las gelangweilt ein Buch. Eigentlich wollte er heute mit seiner Familie an den Strand gehen. Das wollten sie, bis sich das Wetter schlagartig änderte. Nun lagen seine Eltern eine Etage tiefer im Bett und schliefen. Und seine große Schwester Patrize in ihrem Zimmer nebenan, kriegt nichts mit, weil sie mit Kopfhörern (volle Lautstärke) Musik hört.

An dieser Stelle ist es wohl angemessen, unseren Bulle ein bißchen besser zu beschreiben. Also, er ist ein wenig anders als du und ich, er ist, wie soll ich sagen, tiefbegabt. Das bedeutet so viel wie: er kann zwar viel denken, vergißt die Hälfte davon aber wieder.

Zurück zur Geschichte. So langsam wurde Bulle langweilig, ihr denkt jetzt wahrscheinlich, wie kann ihm langweilig werden? Er hat doch sein Buch. Genau das ist es ja. Dieses Buch hat er schon -zig Mal gelesen. Also legte er das Buch weg, stand auf und ging zum Fenster. Er sah: Bäume, Regen, wehende Blätter, noch mehr Regen, Paviane, die am Hafen von einer Fähre stiegen... ‚Was? Paviane, die von einer Fähre steigen? Das kann doch nicht sein!', dachte er. Der Sicherheit halber rieb er sich die Augen. Nein, es war kein Traum, die Affen waren noch immer da. Er murmelte: „Kommen die nicht aus Afrika? Nein aus, ach was weiß ich, jedenfalls sind die ja nicht wegen des guten Wetters hier. Das kläre ich."

Entschuldigung, daß ich die Geschichte hier einfach so unterbreche, aber das hier soll eine Kurzgeschichte sein. Und ja, ich weiß, daß das ein wenig fies ist, aber sonst wäre es eine Geschichte. Vielleicht hat er das ganze ja wirklich noch geklärt? Vielleicht hat ihm seine Schwester dabei geholfen? Man weiß es nicht.