Der Zwergenhof

Ich hatte mir in der Heide eine kleine Ferienwohnung gemietet. Als ich klein war, hat meine Oma mir oft von Hiddensee erzählt. Unter anderem vom Zwergenhof. Sie hatte mir das Haus genau beschrieben. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, aber das Haus, so sagte sie, war rot.

Eines Tages ging ich spazieren. Plötzlich sah ich ein Haus. Es sah genauso aus, wie meine Oma es beschrieben hatte. An der Tür war ein Schild mit der Aufschrift: Kleiner Bäcker. Ich hatte noch nicht gefrühstückt. Ich sah mich im Garten um. Im Garten war niemand. Da fiel mein Blick auf eine Glocke. Ich läutete. Plötzlich standen fünf Zwerge vor mir.

„Möchtest Du Brötchen?", fragte der erste. „Oder Brot?", fragte der zweite. „Oder Kuchen?", fragte der dritte. „Oder möchtest du hier wohnen?", fragte der vierte. Der fünfte guckte mich einfach nur an.

„Nicht so viele Fragen auf einmal. Was habt ihr denn für Brötchen?", fragte ich. „Wir haben alle Brötchen, die du dir vorstellen kannst", sagte ein Zwerg. „Dann stellt mir doch einmal etwas zusammen", bat ich. „Ok", sagte der dickste Zwerg und zwinkerte dem kleinsten zu. Schon hatte er eine Brötchentüte in der Hand.

Er gab sie mir. Ich kostete gleich. Aber was war das? Ich konnte nicht abbeißen. Die Brötchen waren wie aus Gummi. Die Zwerge lachten. Sie gaben mir eine neue Brötchentüte in die Hand. Ich ging nach Hause, die Brötchen schmeckten wunderbar. Am nächsten Morgen ging ich wieder zu den Zwergen. Ich bekam wieder die gleiche Mischung. Später lag nur noch ein Brötchen da. Ich wollte es gleich essen, aber beim Abbeißen schmeckte es irgendwie nach Gummi. Ich aß nicht weiter...