König Weißbarts letzter Feldzug

Es war eine regnerische und stürmische nacht, trotzdem zog König Weißbart in die Schlacht. Seine Frau Schneehaar war wie immer an seiner Seite. Weißbart wurde unterstützt von starken Reitern und gewaltigen Geschütztürmen, doch gegen die Truppen von König Schwarzauge schien er machtlos. Weißbart wusste zwar, dass Schwarzauge einen klugen Plan hatte – das wusste er, weil seine Boten die schnellsten und klügsten Spione im ganzen Königreich waren – aber trotz seines Wissens um den Plan würde er nicht verhindern können, dass seine Soldaten wie Tiere abgeschlachtet würden. König Weißbart war verzweifelt, seine Frau, sein Königreich schienen verloren. Er wusste, dass er ohne sein Fußvolk und vor allem ohne seine Spione, die noch unterwegs waren, keine Chance hatte. Er brauchte einen Trick, um König Schwarzauge zu besiegen.
Nur noch wenige Felder lagen zwischen ihnen, dann würden sie einander gegenüberstehen. Und da sahen sie schon Schwarzauges Heer:
Zwei Pferdreiter vorneweg, an den Außenposten zwei mächtige Geschütztürme, eine große Gruppe Fußsoldaten und Abendschön, seine Frau.
Dann begann die Schlacht:
Schwarzauges Fußsoldaten durchbrachen die gegnerische Linie, aber sie scheiterten an Weißbarts Geschütztürmen. Im Gegenzug gelang es Schwarzauges Spionen einen von Weißbarts Pferdereitern in einen Hinterhalt zu locken. Ein gezielter Angriff von Weißbarts Geschütztürmen schaltete einen von Schwarzauges Spionen aus. Der andere wurde isoliert. Doch Schwarzauge gelang es auch ohne Spione, Weißbarts Pläne zu durchschauen und dessen Geschütztürme zu zerstören. Dann umzingelten Schwarzauges Pferdereiter König Weißbart. Ein Angriff  von Schwarzauges Geschütztürmen zielte direkt auf Weißbarts Herz, aber seine geliebte Frau Schneehaar stellte sich schützend vor ihren Mann. Schneehaar wurde getroffen und fiel tot zu Boden.
In diesem Augenblick kamen Weißbarts Spione, gefolgt von zahlreichen Fußsoldaten. Die Schlacht tobte bis tief in die Nacht. Bald war Schwarzauges Heer besiegt.
„Du hast verloren. Schach matt!”
Mit diesen Worten packte der alte Mann das Schachbrett ein und verabschiedete sich von seinem Freund. „Bis Morgen.”


In der Kürze liegt die Würze –
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